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Person prüft am Laptop eine Checkliste für die eigene Unternehmenswebsite
Ratgeber · Website erstellen lassen

Checkliste: Diese Punkte sollte jede lokale Unternehmenswebsite haben

9 Min.25. Juli 2026

Viele Inhaberinnen und Inhaber lokaler Betriebe bauen ihre Website einmal auf und prüfen danach nie wieder, ob sie eigentlich alle Pflichtpunkte enthält. Das rächt sich meist erst, wenn eine Abmahnung wegen eines fehlenden Impressums kommt oder ein Kunde die Telefonnummer auf der Seite einfach nicht findet. Diese Checkliste fasst zusammen, welche Bausteine eine Unternehmenswebsite 2026 tatsächlich braucht: rechtlich, inhaltlich und technisch.

Aus der Beratungspraxis: Bei fast jeder zweiten Bestandswebsite, die ich vor einem Relaunch prüfe, fehlt mindestens ein Punkt aus dieser Liste, meist die leicht auffindbare Telefonnummer oder eine aktuelle Datenschutzerklärung.

Ausgedruckte Checkliste mit Stift auf einem Schreibtisch im Büro
Nahaufnahme einer Checkliste mit Stift, Sinnbild für die strukturierte Website-Planung. Foto: RDNE Stock project / Pexels

Kurzantwort

Jede Unternehmenswebsite braucht drei Ebenen von Pflichtbausteinen: rechtliche (Impressum, Datenschutzerklärung, seit dem 28. Juni 2025 auch Barrierefreiheit nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz), inhaltliche (klare Leistungsbeschreibung, gut sichtbare Kontaktmöglichkeit, echte Vertrauenssignale) und technische (HTTPS, mobile Darstellung, konsistente Kontaktdaten für die lokale Suche).

Fehlt einer dieser drei Bereiche, kostet das entweder Vertrauen, Sichtbarkeit bei Google oder im schlimmsten Fall ein Bußgeld. Die meisten Punkte lassen sich mit wenig Aufwand nachrüsten, wenn man genau weiß, wonach man sucht.

Als grober Richtwert aus der Beratungspraxis: Eine bestehende Website mit weniger als drei der sieben Punkte aus der Entscheidungshilfe weiter unten sollte eher komplett neu gedacht werden als Stück für Stück nachgebessert. Ab fünf erfüllten Punkten reicht meist eine gezielte Nachrüstung.

Für wen ist das Thema relevant?

Relevant ist diese Checkliste für zwei Gruppen: Betriebe, die gerade ihre erste Website planen, und Betriebe mit einer bestehenden Seite, die seit Jahren nicht mehr geprüft wurde. Gerade Handwerksbetriebe, Praxen, Salons und kleine Dienstleister in Leipzig arbeiten oft mit Websites, die entstanden sind, bevor das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz oder die heutigen Google-Anforderungen an mobile Darstellung galten.

Wer eine Website für einen Handwerksbetrieb plant, braucht zusätzlich Bausteine wie Einsatzgebiet und Notdienst-Hinweise. Bei einer Praxis oder einem Salon stehen dagegen Terminbuchung und Vertrauenssignale stärker im Vordergrund. Die Grundbausteine dieser Checkliste gelten für beide Fälle gleichermaßen.

Auch für Betriebe, die kürzlich umgezogen sind, einen neuen Ansprechpartner haben oder ihr Leistungsangebot erweitert haben, lohnt sich der Abgleich: Genau solche Änderungen bleiben in der Praxis am häufigsten auf einer alten Unterseite hängen, während Startseite und Kontaktdaten längst aktualisiert wurden.

Rechtliche Pflichtbausteine

Drei rechtliche Bausteine sind in Deutschland nicht verhandelbar. Erstens das Impressum: Name, ladungsfähige Anschrift und Kontaktmöglichkeit müssen laut der Mustercheckliste der IHK von jeder Seite aus mit maximal zwei Klicks erreichbar sein. Zweitens die Datenschutzerklärung, die erklärt, welche Daten die Website erhebt, etwa über Kontaktformulare oder Analyse-Tools. Drittens, seit dem 28. Juni 2025 neu: die Pflicht zur digitalen Barrierefreiheit nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für Websites mit Verbraucherbezug.

Verstöße gegen das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz können mit Bußgeldern bis zu 100.000 EUR geahndet werden. Auch kleine Betriebe sollten prüfen, ob ihre Website betroffen ist, statt das Thema zu ignorieren.

In der Praxis reicht bei den meisten lokalen Unternehmenswebsites ein sauberes Grundgerüst: klare Kontrastwerte, Alt-Texte für Bilder, echte Überschriften statt reiner Formatierung und eine Bedienbarkeit auch per Tastatur. Das lässt sich beim Aufbau einer neuen Website von Anfang an mitdenken, statt es später aufwendig nachzurüsten.

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Inhaltliche Bausteine für Vertrauen und Anfragen

Neben den rechtlichen Pflichten entscheidet der Inhalt, ob ein Besucher zum Kunden wird. Fünf Bausteine gehören auf praktisch jede lokale Unternehmenswebsite: eine Startseite, die in Sekunden erklärt, was der Betrieb anbietet und für wen; eine Leistungsseite mit konkreten Angeboten statt vager Schlagworte; eine Über-uns-Seite mit echtem Gesicht und Hintergrund; eine gut sichtbare Kontaktmöglichkeit, idealerweise mit Telefonnummer direkt im Kopfbereich; und, wo vorhanden, echte Referenzen oder Beispielprojekte.

Wie eine solche Struktur konkret aussehen kann, zeigen zum Beispiel die Handwerker-Modellseite als Orientierungsbeispiel oder das reale Kundenprojekt geyerliner.de, beide mit klarer Leistungsseite und direkt sichtbarer Kontaktmöglichkeit.

Ein Punkt wird häufig unterschätzt: Fotos. Echte Bilder vom Betrieb, vom Team oder von abgeschlossenen Projekten wirken glaubwürdiger als reine Stockfotos. Wer noch keine geeigneten eigenen Bilder hat, sollte das beim nächsten Website-Update gezielt einplanen, statt dauerhaft mit Lückenfüllern zu arbeiten.

Zwei Personen besprechen gemeinsam am Laptop die Inhalte einer Unternehmenswebsite
Beratungsgespräch zu den Inhalten einer neuen Unternehmenswebsite. Foto: AlphaTradeZone / Pexels

Technische und lokale SEO-Bausteine

Technisch entscheiden vor allem drei Punkte, ob eine Website bei Google überhaupt eine Chance hat: HTTPS-Verschlüsselung als Grundvoraussetzung für Vertrauen und Ranking, eine für Smartphones optimierte Darstellung, da Google seit Jahren nach der mobilen Version einer Seite indexiert, und eine Ladezeit, die auf dem Handy nicht spürbar hängt.

Für die lokale Sichtbarkeit kommt ein vierter Punkt dazu, der in der Beratung regelmäßig übersehen wird: die NAP-Konsistenz. Name, Adresse und Telefonnummer müssen laut den offiziellen Google-Richtlinien für Unternehmensprofile auf der Website exakt so stehen wie im Google Unternehmensprofil und in Branchenverzeichnissen. Schon eine abweichende Schreibweise der Straße oder eine alte Telefonnummer auf einer vergessenen Unterseite kann die lokale Auffindbarkeit spürbar schwächen.

Wer noch kein Google Unternehmensprofil eingerichtet hat oder unsicher ist, ob die Angaben überall übereinstimmen, findet die Grundlagen dazu im Ratgeber Google Business Profil einrichten.

Kostenlogik

Die Umsetzung dieser Checkliste kostet nicht zwingend viel, aber sie kostet Zeit, entweder die eigene oder die eines Dienstleisters. Bei einer Neuerstellung sind die rechtlichen und technischen Basispunkte in der Regel im Grundpreis enthalten: Ein One-Pager ist bei Burmeister Webdesign ab 790 EUR realistisch, eine mehrseitige Website mit separaten Unterseiten für Leistungen, Über uns und Kontakt startet ab 1.390 EUR. Hosting und laufende Wartung, inklusive Updates und Sicherheitschecks, liegen danach bei ab 30 EUR im Monat.

Bei einer Bestandswebsite, die nur nachgerüstet werden soll, hängt der Aufwand stark davon ab, wie das bestehende System aufgebaut ist. Fehlt lediglich ein Impressum-Baustein oder eine aktuelle Datenschutzerklärung, ist das oft in wenigen Stunden erledigt. Fehlen dagegen mobile Optimierung, Barrierefreiheit und eine saubere Struktur gleichzeitig, ist ein Relaunch ab 1.590 EUR häufig wirtschaftlicher als viele einzelne Nachbesserungen.

Typische Fehler

Der häufigste Fehler: Das Impressum existiert, ist aber über die Navigation kaum zu finden, versteckt in einer Unterseite ohne Link im Footer. Das reicht rechtlich nicht aus, die Erreichbarkeit mit maximal zwei Klicks ist keine Kann-, sondern eine Pflichtvorgabe.

Der zweite Fehler betrifft veraltete Kontaktdaten: eine alte Telefonnummer im Footer, eine E-Mail-Adresse, die seit dem letzten Mitarbeiterwechsel nicht mehr bedient wird, oder eine Adresse, die nach einem Umzug nicht aktualisiert wurde. Solche Fehler fallen intern kaum auf, kosten draußen aber echte Anfragen.

Dritter Fehler: Bilder ohne Alt-Text und eine Seite, die sich ausschließlich per Maus bedienen lässt. Beides wirkt im Alltag unauffällig, verstößt aber gegen die seit Juni 2025 geltenden Barrierefreiheitsanforderungen und erschwert zusätzlich, wie gut Suchmaschinen die Inhalte einordnen können.

Vierter, teurer Fehler: Nach einem Website-Umzug oder Anbieterwechsel ändern sich URLs, ohne dass alte Adressen auf die neuen weitergeleitet werden. Die Website verliert dadurch ihre bisherige Sichtbarkeit bei Google, unabhängig davon, wie gut der neue Inhalt ist.

Entscheidungshilfe

Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Bausteine nach Dringlichkeit.

BausteinStatusWarum wichtig
Impressum mit maximal 2 Klicks erreichbarRechtspflichtAbmahnrisiko ohne korrektes Impressum
Aktuelle DatenschutzerklärungRechtspflichtDSGVO-Vorgabe bei jeder Datenerhebung
Barrierefreie GrundstrukturRechtspflicht seit 28.06.2025BFSG, Bußgeld bis 100.000 EUR bei Verstoß
HTTPS-VerschlüsselungTechnische BasisVertrauen und Google-Ranking-Signal
Mobile DarstellungTechnische BasisGoogle indexiert mobil zuerst
NAP-Konsistenz mit Google UnternehmensprofilEmpfehlung, hoher EffektKernsignal für lokale Sichtbarkeit
Echte Fotos statt reiner StockbilderEmpfehlungStärkt Vertrauen und Klickrate
Arbeiten Sie die Tabelle von oben nach unten ab: Rechtspflichten zuerst, danach technische Basis, danach die Empfehlungen mit dem größten Effekt auf Sichtbarkeit.

Sieben Bausteine wirken auf den ersten Blick nach viel, lassen sich in der Praxis aber meist an einem Nachmittag durchgehen: Die drei Rechtspflichten prüfen Sie mit einem Blick in Impressum, Datenschutzerklärung und die Bedienbarkeit per Tastatur. Für HTTPS und mobile Darstellung reicht ein Test auf dem eigenen Smartphone. Für die NAP-Konsistenz genügt ein Abgleich zwischen Website-Footer und Google Unternehmensprofil.

Fazit

Diese Checkliste ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Zustand, den eine Website dauerhaft halten sollte. Rechtliche Vorgaben wie das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ändern sich, Kontaktdaten ändern sich, und auch die Anforderungen von Google an mobile Websites entwickeln sich weiter. Ein jährlicher Check gegen diese Liste dauert selten länger als eine Stunde und verhindert die teuersten Fehler.

Wenn Sie unsicher sind, wie viele dieser Punkte Ihre aktuelle Website erfüllt, oder ob sich ein Relaunch mehr lohnt als einzelne Nachbesserungen: Im kostenlosen, rund 15-minütigen Erstgespräch gehe ich mit Ihnen konkret durch, wo Ihre Website heute steht. Mehr zum Ablauf finden Sie unter Leistungen, den direkten Termin vereinbaren Sie über das kostenlose Erstgespräch.

Photos provided by Pexels · Foto: RDNE Stock project / Pexels (Pexels License) · Foto: RDNE Stock project / Pexels (Pexels License) · Foto: AlphaTradeZone / Pexels (Pexels License)

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Was muss zwingend auf eine Unternehmenswebsite?
Zwingend sind ein Impressum mit maximal zwei Klicks erreichbar, eine aktuelle Datenschutzerklärung und seit dem 28. Juni 2025 eine barrierefreie Grundstruktur nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Dazu gehören außerdem HTTPS-Verschlüsselung und eine klar sichtbare Kontaktmöglichkeit. Fehlt einer dieser Punkte, drohen Abmahnrisiko oder Bußgeld.
Braucht auch ein Einzelunternehmen ein Impressum?
Ja. Die Impressumspflicht gilt in Deutschland für nahezu jede gewerblich genutzte Website, unabhängig von der Unternehmensgröße. Name, ladungsfähige Anschrift und eine direkte Kontaktmöglichkeit müssen von jeder Seite aus mit maximal zwei Klicks erreichbar sein. Fehlt das Impressum, drohen kostenpflichtige Abmahnungen durch Mitbewerber oder Verbände.
Wie wichtig ist die NAP-Konsistenz für die lokale Sichtbarkeit?
Sehr wichtig: Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf der Website, im Google Unternehmensprofil und in Branchenverzeichnissen exakt übereinstimmen. Schon eine abweichende Schreibweise wirkt für Google wie ein Unsicherheitssignal und kann die Platzierung in der lokalen Suche schwächen. Ein Abgleich aller Profile dauert meist unter einer Stunde.
Ab wann gilt die Barrierefreiheitspflicht für Websites?
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 für Dienstleistungen mit Verbraucherbezug, wozu auch viele Unternehmenswebsites zählen. Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 100.000 EUR geahndet werden. In der Praxis reichen bei kleinen Websites meist Grundmaßnahmen wie Alt-Texte, klare Kontraste und Tastaturbedienbarkeit.
Reicht ein Website-Baukasten für alle Pflichtpunkte aus?
Rechtliche Pflichtpunkte wie Impressum und Datenschutzerklärung lassen sich meist auch im Baukasten einbauen. Bei Barrierefreiheit, individueller Struktur und Ladezeit stoßen Baukästen aber häufiger an Grenzen. Ein Vergleich lohnt sich vor allem bei mehr als vier bis fünf Unterseiten oder wenn die Website aktiv Anfragen bringen soll.
Was kostet die Umsetzung einer vollständigen Checkliste-Website?
Eine neue, checklistenkonforme Website startet bei Burmeister Webdesign ab 790 EUR für einen einfachen One-Pager und ab 1.390 EUR für eine mehrseitige Website. Hosting und Wartung liegen danach bei ab 30 EUR im Monat. Bei Bestandswebsites hängt der Aufwand von der Zahl der fehlenden Punkte ab.
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