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Zwei Geschäftspartner besprechen Website-Angebote an einem Tisch im Büro
Ratgeber · Website erstellen lassen

Freelancer, Agentur oder Baukasten: Der ehrliche Anbietervergleich

9 Min.7. August 2026

Sie wollen eine Website für Ihren Betrieb, aber nach drei Angeboten vergleichen Sie plötzlich Äpfel mit Birnen: Ein Baukasten wirbt mit einem Monatsbetrag, ein Freelancer nennt einen Projektpreis und eine Agentur spricht über Strategie. Im Freelancer Agentur Baukasten Vergleich zählt deshalb nicht der niedrigste Einstieg, sondern die Frage, wer welche Arbeit übernimmt und welches Risiko bei Ihnen bleibt. Ich begleite lokale Unternehmen in Leipzig bei genau dieser Entscheidung. Mehr über meinen persönlichen Arbeitsansatz finden Sie auf der Über-mich-Seite.

Die kurze Orientierung vorweg: Ein Baukasten passt zu einem kleinen, selbst gepflegten Auftritt mit einer klaren Aufgabe. Ein Freelancer ist stark bei einem überschaubaren Projekt und direkter Kommunikation. Eine Agentur lohnt sich, wenn die Website dauerhaft Anfragen unterstützen, mehrere Anforderungen verbinden oder mit dem Unternehmen wachsen soll.

Mehrere Personen notieren Kriterien und besprechen ein Website-Projekt
Mehrere Personen halten Kriterien und Zuständigkeiten für ein Website-Projekt fest. Foto: Pavel Danilyuk / Pexels

Kurzantwort: In 3 Fragen zum passenden Weg

Beantworten Sie zuerst drei Fragen. Können Sie die Website selbst über mehrere Monate pflegen? Gibt es nur eine Leistung und eine Zielgruppe? Muss die Seite in den nächsten 12 Monaten deutlich wachsen? Wenn Sie die ersten beiden Fragen mit Ja und die dritte mit Nein beantworten, ist ein Baukasten ein sinnvoller Start. Wenn die Leistung klar umrissen ist, aber Texte, Gestaltung und Technik nicht bei Ihnen liegen sollen, passt häufig ein Freelancer.

Eine Agentur ist nicht automatisch die bessere Wahl. Sie wird interessant, sobald mehrere Rollen gebraucht werden, etwa Konzeption, Text, Design, Suchmaschinen-Grundlagen und laufende Betreuung. Entscheidend ist die Zuständigkeit nach dem Launch: Wer ändert eine Öffnungszeit, behebt einen Fehler oder beantwortet Ihre Frage am Freitag vor dem wichtigen Saisonstart?

Googles Leitfaden für hilfreiche Inhalte macht einen ähnlichen Grundsatz deutlich: Die Website soll Menschen nützen und Vertrauen schaffen, nicht nur technisch online sein. Das ist ein gutes Entscheidungskriterium für alle drei Wege.

Notieren Sie vor der Anbieterwahl ein Ziel, eine Hauptzielgruppe und eine gewünschte Aktion. Wenn diese drei Punkte nicht auf eine halbe Seite passen, ist ein reiner Baukasten-Selbstbau oft zu knapp geplant.

Baukasten: sinnvoll bei 1 klaren Aufgabe

Ein Baukasten ist kein schlechtes Werkzeug. Für eine Existenzgründung, eine einzelne Dienstleistung, eine Veranstaltung oder einen Testmarkt kann eine selbst erstellte Seite genau richtig sein. Sie arbeiten mit Vorlagen, pflegen Inhalte im Browser und bezahlen in der Regel ein laufendes Paket. Der Vorteil liegt in der Geschwindigkeit: Eine schlanke Seite mit 3 bis 5 Inhaltsblöcken kann an einem Wochenende online stehen, wenn Texte, Bilder und Kontaktdaten bereits bereitliegen.

Die Grenzen zeigen sich bei Wachstum und Verantwortung. Sobald Sie 4 oder mehr Leistungen, verschiedene Zielgruppen, mehrere Standorte oder einen regelmäßig gepflegten Ratgeber abbilden wollen, wird das Scrollen unübersichtlich. Zusätzlich bleiben Sie für Struktur, mobile Darstellung, Bildgrößen, rechtliche Texte und Backups selbst verantwortlich. Die aktuelle Baukasten-Übersicht von COMPUTER BILD zeigt, dass sich Anbieter bei Funktionen, Backups, Speicher, Support und Datenschutz deutlich unterscheiden. Ein günstiger Monatsbetrag sagt daher allein wenig aus.

Prüfen Sie vor dem Start drei Dinge: Können Sie Inhalte später exportieren? Sind Domain, E-Mail, Formulare und notwendige Zusatzfunktionen enthalten? Können Sie die Seite in 30 Minuten selbst aktualisieren? Wenn eine dieser Antworten Nein lautet, kaufen Sie nicht nur Software, sondern später wahrscheinlich zusätzliche Hilfe ein.

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Freelancer: 1 Ansprechpartner, aber auch 1 Ausfallrisiko

Ein Freelancer arbeitet meist persönlich, direkt und mit kurzen Abstimmungswegen. Das ist angenehm, wenn Sie eine klare Website mit überschaubarem Umfang brauchen und Entscheidungen schnell treffen können. Sie sprechen mit der Person, die Konzept, Gestaltung oder Umsetzung tatsächlich bearbeitet. Für einen klar abgegrenzten Auftrag mit 4 bis 8 Seiten kann diese Nähe ein großer Vorteil sein.

Der Preis dafür ist die Abhängigkeit von einer einzelnen Person. Urlaub, Krankheit, andere Projekte oder ein beruflicher Wechsel können Pflege und Weiterentwicklung verzögern. Fragen Sie deshalb vor der Beauftragung nach einer Vertretung, dem Zugriff auf Domain und Hosting, der Dokumentation und einer konkreten Antwortzeit. Ein Freelancer muss nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Es sollte aber klar sein, was innerhalb von 2 Werktagen passiert, wenn das Kontaktformular ausfällt.

Auch das Leistungsspektrum ist nicht automatisch vollständig. Ein guter Designer kann nicht zwingend fundierte Texte schreiben, lokale Suchintentionen planen oder eine komplexe Buchung integrieren. Lassen Sie sich deshalb nicht nur Screenshots zeigen. Bitten Sie um einen Ablauf mit Meilensteinen: Briefing, Struktur, erste Vorschau, eine definierte Feedbackrunde und Veröffentlichung. In der Community von r/smallbusiness wird genau dieser Unterschied häufig beschrieben: Manche Selbstständige sparen mit Eigenbau Zeit und Geld, andere kaufen bewusst Entlastung und Verlässlichkeit ein. Das ist eine Erfahrungssammlung, keine objektive Rangliste.

Agentur: ab 3 Anforderungen wird sie interessant

Eine Agentur ist sinnvoll, wenn mindestens drei Anforderungen zusammenkommen: Die Website soll Anfragen erzeugen, mehrere Leistungen verständlich erklären und regelmäßig weiterentwickelt werden. Dann brauchen Sie nicht nur eine schöne Oberfläche, sondern ein System aus Struktur, Text, Gestaltung, Technik und Betreuung. Eine Agentur kann diese Aufgaben bündeln und bei Ausfällen intern vertreten.

Für eine einfache Visitenkarte wäre dieser Aufbau oft überdimensioniert. Für einen Handwerksbetrieb mit mehreren Leistungen, einen Dienstleister mit Bewerberbereich oder ein Unternehmen mit laufender lokaler Sichtbarkeit kann die zusätzliche Abstimmung dagegen Zeit sparen. Die IHK-Checkliste für Unternehmenswebsites empfiehlt, vor Gestaltung Ziele, Nutzer, Umfang, gewünschte Aktionen, mobile Nutzung, Barrierefreiheit, Sicherheit und Datenschutz zu klären. Genau diese Vorarbeit unterscheidet eine belastbare Umsetzung von einer Vorlage mit ausgetauschten Farben.

Schauen Sie bei Agenturen auf die Zusammenarbeit nach dem Launch. Gibt es eine feste Ansprechperson? Sind Änderungen, Hosting und Wartung getrennt ausgewiesen? Wem gehören Domain, Inhalte und Zugangsdaten? Ein Team ist nur dann ein Vorteil, wenn diese Zuständigkeiten schriftlich und verständlich geregelt sind.

Beratungsgespräch über Umfang und Ziele einer Unternehmenswebsite
Im Gespräch werden Umfang, Ziel und Zuständigkeiten des Projekts geklärt. Foto: Edmond Dantès / Pexels

Kosten über 36 Monate statt nur beim Start vergleichen

Der wichtigste Kostenfehler ist der Vergleich von einmaligem Projektpreis und monatlichem Paketpreis, ohne denselben Zeitraum zu betrachten. Rechnen Sie mindestens 36 Monate. Beim Baukasten multiplizieren Sie den laufenden Betrag mit 36 und ergänzen Zusatzmodule, Transaktionskosten und Ihre eigene Arbeitszeit. Beim Freelancer gehören eventuelle Pflege, neue Seiten und technische Hilfe in dieselbe Rechnung. Bei der Agentur prüfen Sie, welche Leistungen bereits im Festpreis enthalten sind.

KostenpunktBaukastenFreelancerAgentur
StartMonatsabo oder PaketProjektpreis nach UmfangProjektpreis nach Konzept und Umsetzung
Ihre ArbeitszeitHoch, wenn Sie alles selbst pflegenMittel, vor allem bei AbstimmungenGeringer, wenn Inhalte und Struktur mitgeliefert werden
PflegeSie selbst oder ZusatzsupportNach AbspracheWartung und Betreuung vertraglich klären
SkalierungVon Funktionen und Anbieter abhängigVon Kapazität und Fachbreite abhängigMit Team und Prozess meist planbarer

Bei Burmeister Webdesign startet ein Onepager ab 790 EUR, eine mehrseitige Website ab 1.390 EUR und ein Relaunch ab 1.590 EUR. Hosting und Wartung beginnen ab 30 EUR pro Monat. Im Leistungsumfang sind Struktur, Design, Texte, mobile Optimierung, SEO-Grundlagen, Veröffentlichung und Einweisung im Kern enthalten. Diese Angaben sind eine konkrete Orientierung für das Gespräch, kein allgemeiner Marktpreis.

Schreiben Sie vor dem Vergleich auf, wie viele Stunden Ihre eigene Zeit pro Monat wert ist. Bei 4 Stunden monatlich summieren sich in 36 Monaten bereits 144 Stunden. Diese Zahl macht sichtbar, ob der scheinbar günstige Weg tatsächlich zu Ihrem Alltag passt.

Vor der Unterschrift 7 Fragen stellen

Ein Anbieter-Vergleich wird brauchbar, wenn alle Angebote dieselben Fragen beantworten. Bitten Sie um eine kurze, schriftliche Antwort auf diese sieben Punkte:

  1. Wer ist für Konzept, Texte, Design, Technik und Veröffentlichung zuständig?
  2. Wie viele Seiten, Feedbackrunden und Korrekturschleifen sind enthalten?
  3. Was kostet eine zusätzliche Seite nach dem Start?
  4. Wer besitzt Domain, Hostingkonto, Bildlizenzen und Quelldateien?
  5. Wie werden mobile Darstellung, Ladezeit und Kontaktformular geprüft?
  6. Wer pflegt die Seite nach 3, 6 und 12 Monaten?
  7. Welche Kündigungs-, Übergabe- und Exportregeln gelten?

Die Fragen helfen auch bei sehr kleinen Projekten. Ein Angebot, das sie nicht beantworten kann, ist nicht automatisch schlecht. Es ist aber noch nicht vergleichbar. Lesen Sie zusätzlich den Ratgeber Webagentur-Angebote vergleichen und prüfen Sie anhand des Beitrags beste Webagentur in Leipzig, ob Referenzen, Ablauf und Zuständigkeiten zusammenpassen.

Lassen Sie sich niemals nur den Preis und ein schönes Startseitenbild schicken. Ohne Leistungsumfang, Eigentumsrechte und Übergaberegeln vergleichen Sie Angebote, deren Risiken vollständig bei Ihnen liegen können.

Entscheidungshilfe mit 6 klaren Kriterien

Markieren Sie für jedes Kriterium die Spalte, die Ihre Situation am besten beschreibt. Bei vier oder mehr Markierungen in einer Spalte ist die Richtung meist deutlich:

KriteriumBaukastenFreelancerAgentur
Eine Leistung, eine Zielgruppe, ein CTAPasst oftPasst ebenfallsNur bei weiterem Beratungsbedarf
Individuelle Struktur und Texte nötigNur mit eigener ZeitPasst bei passender FachpersonPasst bei mehreren Disziplinen
Mehrere Leistungen oder StandorteFrüh Grenzen prüfenProjektumfang genau klärenPasst meist besser
Sie wollen selbst wöchentlich pflegenPasstÜbergabe vertraglich sichernCMS und Einweisung klären
Website ist zentral für AnfragenNur nach gründlicher PrüfungMit PflegeplanPasst bei verlässlicher Betreuung
Budget ist heute knapp, Wachstum offenTestphase möglichSchlanker Start möglichLeistungsumfang priorisieren

Wenn Sie zwischen zwei Spalten liegen, starten Sie mit dem kleinsten sinnvollen Umfang und schreiben Sie die nächste Ausbaustufe bereits auf. Ein Onepager kann später zu einer mehrseitigen Website werden. Ein schlecht dokumentierter Baukastenwechsel kann dagegen einen vollständigen Neuaufbau erfordern.

Fazit: Die passende Lösung folgt Ihrer Verantwortung

Im Freelancer Agentur Baukasten Vergleich gibt es keinen Gewinner für alle Betriebe. Der Baukasten spart Geld und Zeit, wenn Sie eine kleine Aufgabe selbst übernehmen wollen. Der Freelancer bietet Nähe und Flexibilität, wenn Umfang und Ziel klar begrenzt sind. Die Agentur wird sinnvoll, wenn die Website dauerhaft mehrere Aufgaben erfüllen und verlässlich weiterlaufen soll.

Entscheiden Sie nicht nach dem Etikett, sondern nach der Arbeit, die nach dem Launch anfällt. Schreiben Sie Ziel, Umfang, Zuständigkeiten und 36-Monats-Kosten auf. Wenn Sie die passende Größe für Ihr Unternehmen gemeinsam prüfen möchten, können Sie ein kostenloses Erstgespräch anfragen. Nach 15 Minuten sollte klarer sein, ob ein kleiner Start reicht oder welche Leistung wirklich gebraucht wird.

Photos provided by Pexels · Foto: RDNE Stock project / Pexels (Pexels License) · Foto: Pavel Danilyuk / Pexels (Pexels License) · Foto: Edmond Dantès / Pexels (Pexels License)

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Was ist für eine kleine Firma günstiger: Baukasten, Freelancer oder Agentur?
Ein Baukasten ist beim Start oft am günstigsten, wenn Sie die Arbeit selbst übernehmen. Ein Freelancer passt bei einem klar begrenzten Projekt. Eine Agentur kostet meist mehr, kann aber Betreuung und mehrere Leistungen bündeln. Vergleichen Sie nicht nur den Startpreis, sondern die Gesamtkosten über 36 Monate einschließlich Ihrer eigenen Arbeitszeit.
Wann reicht ein Website-Baukasten für ein Unternehmen?
Ein Baukasten reicht häufig für eine Leistung, eine Zielgruppe und eine gewünschte Aktion. Planen Sie ungefähr 3 bis 5 Inhaltsblöcke und prüfen Sie, ob Sie Inhalte selbst pflegen können. Sobald mehrere Leistungen, Standorte oder regelmäßige SEO-Inhalte dazukommen, sollten Sie die Grenzen und späteren Wechselkosten vorab klären.
Was sollte ich einen Freelancer vor dem Auftrag fragen?
Fragen Sie vor der Unterschrift nach Umfang, Feedbackrunden, Übergabe, Zugängen und Vertretung bei Ausfall. Legen Sie zusätzlich eine Antwortzeit von höchstens 2 Werktagen, den Umgang mit zusätzlichen Seiten und die Eigentumsrechte schriftlich fest. Ein klarer Ablauf mit mindestens 4 Meilensteinen macht das Angebot vergleichbar.
Wann lohnt sich eine Agentur für eine lokale Website?
Eine Agentur lohnt sich, wenn mindestens 3 Anforderungen zusammenkommen: Die Website soll Anfragen erzeugen, mehrere Leistungen erklären und dauerhaft weiterentwickelt werden. Prüfen Sie vorab, ob Strategie, Text, Design, mobile Optimierung und Betreuung wirklich enthalten sind. Für eine einfache Visitenkarte ist ein kleinerer Anbieter oft ausreichend.
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