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Person arbeitet an einem Schreibtisch mit Kartons und Unterlagen
Ratgeber · Website-Relaunch

Website-Anbieter wechseln: Was Sie vorher sichern müssen

9 Min.18. August 2026
Sie möchten den Website-Anbieter wechseln, wissen aber nicht, wem Domain, E-Mail-Postfächer und Website-Dateien eigentlich gehören? Bei vielen kleinen Unternehmen liegen die Zugangsdaten beim früheren Webdesigner, die Domain läuft über ein Sammelkonto und niemand weiß, wann das Hosting gekündigt werden darf. Genau diese Unklarheit macht aus einem normalen Umzug ein unnötiges Risiko. Die direkte Antwort lautet: Sichern Sie zuerst Besitz, Zugänge, Dateien, Datenbanken, E-Mail und DNS-Daten. Bauen Sie die Website beim neuen Anbieter parallel auf, testen Sie sie über eine temporäre Adresse und schalten Sie erst danach Domain und E-Mail um. Kündigen Sie den alten Vertrag nicht, solange die neue Version und alle wichtigen Postfächer nicht nachweislich funktionieren. In meiner Beratung beginne ich deshalb nicht mit einem neuen Design, sondern mit einer Bestandsliste. Ein Wechsel ist vor allem dann kontrollierbar, wenn klar ist, was umzieht und was unabhängig bleiben darf.
Mann sortiert Produktverpackungen in einem kleinen Laden
Ein Mann sortiert Produktverpackungen in einem kleinen Laden. Foto: The.sahil.photography / Pexels

Sichern Sie 7 Zugänge und Besitznachweise

Erstellen Sie vor dem ersten technischen Schritt eine Liste mit sieben Bereichen: Domainverwaltung, Hosting, Website-System, E-Mail, DNS, Statistik und rechtliche beziehungsweise geschäftliche Inhalte. Notieren Sie jeweils den Anbieter, die verantwortliche Person, die Anmelde-E-Mail und den Wiederherstellungsweg. Passwörter gehören nicht in eine offene Tabelle. Nutzen Sie einen Passwortmanager oder übergeben Sie die Daten verschlüsselt. Wichtig ist die Trennung von Zugang und Eigentum. Ein Webdesigner kann die Website betreuen, sollte aber nicht der einzige Ansprechpartner für Ihre Domain sein. Prüfen Sie beim Registrar, ob Ihr Unternehmen als Domaininhaber eingetragen ist und ob die hinterlegte Kontaktadresse erreichbar bleibt. Bei einer .de-Domain läuft der Providerwechsel laut DENIC über das AuthInfo-Verfahren. Der aktuelle Provider erzeugt die AuthInfo, Sie erhalten sie als Domaininhaber und der neue Provider stellt damit den Antrag. Sichern Sie außerdem eine aktuelle Rechnung, Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist. Fotografien, Texte, Logos, Lizenzen und Formulare gehören in Ihre Projektunterlagen. Wenn Ihnen Dateien oder Zugänge fehlen, klären Sie diese Lücke vor der Kündigung. Die Leistungen für Website-Relaunches sollten erst danach anhand des tatsächlichen Bestands geplant werden.

Trennen Sie 4 Umzugsteile voneinander

Website, Domain, E-Mail und DNS werden oft in einem Paket verkauft, sind technisch aber unterschiedliche Dinge. Trennen Sie vier Umzugsteile: Erstens kopieren Sie Dateien und Datenbank auf das neue Hosting. Zweitens richten Sie die Website dort ein und testen Funktionen. Drittens planen Sie die DNS-Änderung oder den Domaintransfer. Viertens migrieren Sie Postfächer, Weiterleitungen und Verteiler. Diese Reihenfolge verhindert, dass ein Domaintransfer versehentlich eine unfertige Website sichtbar macht. Ein Hostingwechsel kann stattfinden, während die Domain noch auf den alten Server zeigt. Eine Anleitung von Site.de empfiehlt genau dieses Vorgehen mit einem Hostingbereich ohne sofortigen Domaintransfer, einer temporären Adresse und einem Test vor der Umschaltung. Das ist ein konkreter Anbieterweg, kein allgemeines Versprechen für jeden Tarif, aber das Prinzip ist sinnvoll. Prüfen Sie beim E-Mail-Teil besonders MX-, SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge sowie vorhandene Weiterleitungen. Wenn dieselbe Domain auch für Microsoft 365 oder einen anderen Maildienst verwendet wird, darf die Website-Umstellung diese Einträge nicht unabsichtlich ersetzen. Schreiben Sie vor der Änderung einen DNS-Snapshot mit allen aktuellen Einträgen. So können Sie eine falsche Einstellung nachvollziehen und zurücksetzen.

Sie möchten den Anbieterwechsel sicher vorbereiten?

Ich prüfe mit Ihnen, welche Zugänge, Inhalte und technischen Schritte für Ihren Website-Relaunch in Leipzig gebraucht werden und wie die Umschaltung kontrollierbar bleibt.

Kostenloses Erstgespräch

Planen Sie 3 Teststufen vor der Umschaltung

Testen Sie die neue Website in drei Stufen. Stufe eins prüft die Technik: Seiten, Bilder, Datenbank, SSL-Zertifikat, Weiterleitungen und Ladezeiten. Stufe zwei prüft den Geschäftsbetrieb: Kontaktformular, Telefonnummer, E-Mail-Eingang, Terminbuchung, Downloads und gegebenenfalls Warenkorb. Stufe drei prüft die öffentliche Sichtbarkeit: Canonical, robots.txt, Sitemap, Analytics und wichtige alte URLs. Nutzen Sie für den ersten Test eine temporäre Subdomain oder eine lokale Vorschau. Wenn das System es unterstützt, können Sie den neuen Server auch über einen Hosts-Datei-Eintrag mit der echten Domain prüfen. Dabei sehen Sie die neue Website, während Besucher weiterhin die alte Version erhalten. Legen Sie eine Liste mit mindestens zehn konkreten URLs und fünf echten Formularszenarien an.
Tipp: Testen Sie nicht nur die Startseite. Öffnen Sie eine alte Unterseite, senden Sie eine Anfrage von einem Smartphone und prüfen Sie eine Antwortadresse von außerhalb Ihres Unternehmens. Ein Umzug gilt erst als bereit, wenn ein Kunde den gewünschten Weg ohne interne Erklärung durchlaufen kann.
Halten Sie die alte Website während der Testphase erreichbar. Erst wenn beide Versionen verglichen und die wichtigsten Funktionen dokumentiert sind, legen Sie den Umschaltzeitpunkt fest. Für ein lokales Unternehmen eignet sich ein Zeitraum mit erreichbarer Vertretung, nicht der Abend vor einem Feiertag.

Übernehmen Sie 5 Mail- und DNS-Aufgaben

E-Mail ist der Teil, der beim Website-Anbieter wechseln am häufigsten unterschätzt wird. Prüfen Sie fünf Aufgaben: Postfächer anlegen, alte Nachrichten sichern, Weiterleitungen übertragen, DNS-Einträge kontrollieren und Empfang sowie Versand testen. Erstellen Sie vorab eine Liste aller Adressen, Aliase und Verteiler. Ein Postfach, das nur selten genutzt wird, kann trotzdem mit Rechnungen, Rückfragen oder Passwort-Wiederherstellungen verbunden sein. Sichern Sie Nachrichten über IMAP oder den vom Anbieter vorgesehenen Export. Übernehmen Sie nicht nur die Website-Dateien und erwarten Sie dann, dass alte E-Mails automatisch erscheinen. Wenn Website und Mail beim gleichen Anbieter liegen, darf die Kündigung erst erfolgen, wenn der neue Maildienst aktiv ist oder bewusst getrennt wurde. Eine Community-Diskussion zu einem Vereinsumzug zeigt, wie schnell mehrere Portale, Postfächer und Verteiler den Überblick erschweren.
Warnung: Ändern Sie DNS nicht nebenbei. Ein neuer A-Record für die Website darf nicht versehentlich MX-, SPF- oder DKIM-Einträge löschen. Erstellen Sie einen Screenshot oder Export der Zone und lassen Sie die Mailfunktion nach der Umschaltung von einem externen Konto testen.
Für die Domain selbst gilt: Bei einer .de-Domain ist die AuthInfo kein allgemeines Websitepasswort. DENIC beschreibt sie als zeitlich begrenztes Providerwechsel-Passwort. Behandeln Sie den Code vertraulich und stimmen Sie den Antrag mit dem neuen Provider ab.
Zwei Personen besprechen Unterlagen an einem Tisch mit Laptop
Zwei Personen besprechen Unterlagen an einem Tisch mit Laptop. Foto: RDNE Stock project / Pexels

Vergleichen Sie 3 Wechselvarianten nach Risiko

Der beste Wechsel hängt davon ab, ob Sie nur den Hoster ändern, Domain und Hosting trennen oder die Website gleichzeitig neu aufbauen. Treffen Sie die Entscheidung nach Besitzlage, technischer Komplexität und Zeitdruck. Die folgende Tabelle ordnet die drei häufigsten Varianten ein.
VarianteWas ändert sich?Geeignet, wennWichtigster Prüfpunkt
Nur Hosting wechselnDateien und Datenbank ziehen auf einen neuen Server.Design und URLs bleiben unverändert.Alle Funktionen und Konfigurationen werden vollständig kopiert.
Domain und Hosting wechselnWebsite und Domainverwaltung werden neu geordnet.Der alte Anbieter besitzt oder verwaltet beides.AuthInfo, DNS und E-Mail werden getrennt geplant.
Relaunch mit UmzugTechnik, Struktur und Inhalte werden neu aufgebaut.Die alte Website technische oder inhaltliche Grenzen hat.Alte URLs, Weiterleitungen und Inhalte werden inventarisiert.
Ein reiner Hostingwechsel ist nicht automatisch die günstigste Lösung, wenn Zugangsdaten fehlen oder das System veraltet ist. Ein Relaunch schafft mehr Klarheit, verlangt aber eine saubere URL- und Inhaltsplanung. Prüfen Sie deshalb zuerst die Anzeichen für einen nötigen Website-Relaunch und vergleichen Sie anschließend die Kosten eines Website-Relaunches.

Vermeiden Sie 6 typische Fehler

Sechs Fehler tauchen bei Anbieterwechseln besonders häufig auf. Erstens wird der alte Vertrag gekündigt, bevor ein vollständiges Backup geprüft wurde. Zweitens liegt der Domainzugang beim ehemaligen Dienstleister. Drittens wird die E-Mail nicht als eigener Migrationsschritt behandelt. Viertens werden DNS-Einträge ohne Dokumentation überschrieben. Fünftens bleiben alte URLs und Weiterleitungen unberücksichtigt. Sechstens fehlt eine Person, die den Wechsel am Umschalttag kontrolliert. Ein Backup ist außerdem nur dann hilfreich, wenn Sie es öffnen oder auf einer Testumgebung wiederherstellen können. Prüfen Sie bei einem CMS die Datenbank, Uploads, Konfigurationsdateien und benötigten Versionen. Bei einer statischen Website gehören Quellcode, Bilder und externe Formulare zusammen. Bewahren Sie mindestens eine Kopie außerhalb des alten Anbieterzugangs auf. Nach der Umschaltung crawlen Sie die wichtigsten alten und neuen URLs. Prüfen Sie Suchmaschinenmetadaten, Canonicals und interne Links. Der Artikel Relaunch ohne Ranking-Verlust erklärt, warum ein technischer Wechsel nicht automatisch zu einem Sichtbarkeitsverlust führen muss, aber Weiterleitungen und URL-Kontinuität sorgfältig behandelt werden müssen.

Rechnen Sie 2 Kostenarten getrennt

Beim Website-Anbieter wechseln sollten Sie laufende Kosten und einmaligen Umzugsaufwand auseinanderhalten. Laufend sind zum Beispiel Hosting, Domain, E-Mail, Wartung und eventuell externe Dienste. Einmalig entstehen Kosten für Backupprüfung, Migration, Tests, DNS-Planung, Fehlerkorrekturen und gegebenenfalls neue Inhalte. Ein günstiger Tarif löst keine fehlenden Zugänge und keine unklare Eigentümerschaft. Wenn die bestehende Website technisch verwendbar ist, kann ein reiner Umzug genügen. Wenn Sie ohnehin Inhalte, Struktur oder Technik ändern müssen, ist ein Relaunch oft die ehrlichere Planung. Im Burmeister-Leistungsrahmen ist ein Relaunch ab 1.590 EUR als echter Orientierungswert dokumentiert. Das ist kein pauschales Angebot für Ihren konkreten Umzug. Entscheidend sind Umfang, Zustand der Daten, Anzahl der Seiten und die Frage, ob E-Mail oder Domain separat betreut werden. Fordern Sie vor einer Beauftragung eine Liste der enthaltenen Aufgaben an. Stehen dort nur „Website umziehen“ und „Domain übertragen“, fehlen möglicherweise Backups, Mailpostfächer, Weiterleitungen oder Abnahmetests. Ein belastbarer Ablauf nennt Zuständigkeit, Reihenfolge, Testphase und Rückfallplan.

Fazit: Kündigen Sie erst nach 1 erfolgreichen Test

Website Anbieter wechseln ist kein einzelner Klick, sondern eine Reihenfolge aus Bestand, Sicherung, Aufbau, Test und Umschaltung. Sichern Sie sieben Zugangsbereiche, trennen Sie vier Umzugsteile und testen Sie Technik, Geschäftsbetrieb und Sichtbarkeit in drei Stufen. Domain und E-Mail verdienen dabei dieselbe Aufmerksamkeit wie die sichtbare Website. Kündigen Sie den alten Anbieter erst, wenn neue Website, Domain, Postfächer, Formulare und wichtige URLs geprüft sind. Für die Entscheidung zwischen Weiterbetrieb und Relaunch hilft der Beitrag Alte Website behalten oder Relaunch. Wenn Sie den Anbieterwechsel in Leipzig strukturiert vorbereiten möchten, können Sie ein kostenloses Erstgespräch anfragen.

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Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Kann ich den Website-Anbieter wechseln, ohne die Domain zu ändern?
Ja, Sie können das Hosting wechseln und die Domain zunächst beim bisherigen Registrar lassen. Richten Sie die Website beim neuen Anbieter ein, testen Sie sie über eine temporäre Adresse und ändern Sie erst danach DNS oder Nameserver. So bleibt die Domain während der Vorbereitung erreichbar.
Welche Zugangsdaten brauche ich für den Wechsel?
Sie brauchen mindestens Domainverwaltung, Hosting, Website-System, E-Mail, DNS, Statistik und Wiederherstellungszugriff. Notieren Sie Anbieter, Login-E-Mail und Verantwortlichkeit und sichern Sie die Daten in einem Passwortmanager. Prüfen Sie zusätzlich Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und ob Ihr Unternehmen als Domaininhaber eingetragen ist. Halten Sie einen dokumentierten Rückfallplan bereit.
Wie verhindere ich einen Ausfall beim Hosterwechsel?
Verhindern lässt sich ein Ausfall am zuverlässigsten durch parallelen Aufbau und einen Test vor der Umschaltung. Kopieren Sie Dateien und Datenbank, prüfen Sie Formulare und E-Mail und ändern Sie DNS erst, wenn die neue Version funktioniert. Kündigen Sie den alten Dienst erst nach erfolgreicher Abnahme.
Was passiert mit meinen E-Mail-Postfächern beim Anbieterwechsel?
E-Mail-Postfächer ziehen nicht automatisch mit der Website um. Legen Sie neue Konten an, sichern Sie alte Nachrichten, übertragen Sie Weiterleitungen und prüfen Sie MX-, SPF- und DKIM-Einträge. Testen Sie nach der Umschaltung Versand und Empfang mit einem externen Konto, bevor Sie den alten Dienst kündigen.
Wie lange sollte der alte Anbieter weiterlaufen?
Der alte Anbieter sollte mindestens bis zum Abschluss aller Tests und der ersten erfolgreichen Umschaltung weiterlaufen. Eine feste Dauer hängt von Domain, E-Mail und Vertrag ab. Planen Sie eine dokumentierte Rückfallmöglichkeit ein und kündigen Sie erst, wenn Website, Postfächer und wichtige URLs nachweislich funktionieren.
Brauche ich für eine .de-Domain einen AuthInfo-Code?
Ja, für einen Providerwechsel einer .de-Domain wird normalerweise die AuthInfo benötigt. DENIC beschreibt sie als passwortgeschützten Code, den der bisherige Provider erzeugt und der neue Provider beim Wechselantrag verwendet. Fordern Sie ihn als Domaininhaber an und geben Sie ihn nur an den neuen Provider weiter.
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