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Handwerker sitzt in seiner Werkstatt zwischen Holz und Werkzeug und arbeitet am Laptop
Ratgeber · Website-Abo und laufende Betreuung

Website-Wartung selbst machen oder betreuen lassen: Eine ehrliche Abwägung

10 Min.13. September 2026

Die Website läuft. Also fasst sie niemand an. Acht Monate später kommt eine Mail vom Hoster, dass ein Zertifikat ausläuft, das Kontaktformular schickt seit Wochen ins Leere, und niemand hat es bemerkt, weil niemand hinsieht.

Das ist der Normalfall bei kleinen Betrieben, und er hat selten mit Nachlässigkeit zu tun. Wartung ist unsichtbare Arbeit: Solange sie funktioniert, merkt man nichts davon. Genau deshalb fällt sie als Erstes hinten runter.

Die Frage, ob Sie die Website Wartung selbst oder betreuen lassen, ist deshalb keine Frage des Könnens. Sie ist eine Frage danach, wer im Alltag tatsächlich hinsieht. Dieser Ratgeber nennt die konkrete Aufgabenliste mit realistischem Zeitaufwand, die drei Punkte, an denen Selbstpflege in der Praxis scheitert, und die Kriterien, ab denen Abgeben die günstigere Rechnung ist.

Hand trägt mit einem Stift einen Termin in einen aufgeschlagenen Monatskalender ein
Wartung, die keinen Termin hat, findet nicht statt. Foto: RDNE Stock project / Pexels

Die Kurzantwort in drei Fragen

Bevor Sie Stundenschätzungen vergleichen, beantworten Sie diese drei Fragen. Sie entscheiden die Sache in den meisten Betrieben allein.

  1. Wer hat die Zugänge? Wenn Hosting-Login, CMS-Konto und Domainverwaltung bei drei verschiedenen Personen liegen und eine davon der frühere Webdesigner ist, den seit 2021 niemand erreicht, ist Selbstpflege bereits gescheitert. Der erste Schritt ist dann nicht Wartung, sondern eine Bestandsaufnahme der Zugänge.
  2. Wer merkt es, wenn etwas kaputt ist? Nicht: wer könnte es reparieren. Sondern: Wer stellt am Dienstagmorgen fest, dass das Formular seit Freitag keine Mail mehr verschickt? Ohne eine Antwort darauf nützt die beste Reparaturfähigkeit nichts.
  3. Was passiert, wenn die Seite drei Tage weg ist? Bei einem Betrieb, der 80 Prozent seiner Anfragen über die Website bekommt, ist das ein Umsatzproblem. Bei einem Betrieb, der über Empfehlungen lebt und die Website als digitale Visitenkarte führt, ist es ärgerlich, mehr nicht.

Dreimal eine klare Antwort und ein tragbares Ausfallrisiko: Selbst machen ist vertretbar. Einmal Zögern bei Frage zwei: Die Arbeit gehört in fremde Hände, unabhängig davon, wie technisch versiert Sie sind.

Was Wartung konkret bedeutet, mit Zeitaufwand

Wartung klingt nach einer Tätigkeit. Tatsächlich sind es sieben, in unterschiedlichen Takten. Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte aus Kundenprojekten und gelten für eine überschaubare Firmenwebsite mit fünf bis zehn Seiten, nicht für einen Shop.

AufgabeTaktAufwandOhne Vorkenntnisse machbar?
Updates von System, Erweiterungen und Vorlagenmonatlich20 bis 40 Minutenmeistens ja, riskant ohne Backup
Backup anlegen und einmal zurückspielenmonatlich, Test halbjährlich15 Minuten, Test 1 StundeAnlegen ja, Test selten
Formular und Kontaktwege testenmonatlich10 Minutenja
Tote Links, alte Preise, falsche Öffnungszeitenvierteljährlich30 Minutenja
Ladezeit und Darstellung auf dem Handy prüfenvierteljährlich20 Minutenprüfen ja, beheben nein
Zertifikat, Domainverlängerung, Hosting-Laufzeitjährlich, mit Erinnerung15 Minutenja
Sicherheitsmeldungen der Search Console ansehenmonatlich5 Minutenansehen ja, deuten schwierig

Zusammengerechnet sind das etwa 1,5 bis 2,5 Stunden im Monat, wenn nichts Besonderes passiert. Das ist wenig. Der Haken steckt nicht in der Summe, sondern in der Regelmäßigkeit: Diese Stunden fallen genau dann an, wenn der Betrieb gerade gut läuft und niemand Zeit hat.

Legen Sie sich einen festen Termin in den Kalender, zum Beispiel den ersten Montag im Monat, 30 Minuten. Wartung, die keinen Termin hat, findet nicht statt. Das gilt auch für Betriebe, die es technisch problemlos könnten.

Die drei Punkte, an denen Selbstpflege scheitert

Nach meiner Erfahrung scheitert Selbstpflege fast nie an der Fähigkeit, ein Update anzuklicken. Sie scheitert an drei anderen Stellen, und alle drei sind unsichtbar, bis es zu spät ist.

Erstens: das Backup, das nie zurückgespielt wurde. Fast jeder Hoster bietet automatische Sicherungen an, und fast niemand hat je geprüft, ob sich daraus wirklich eine funktionierende Seite herstellen lässt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik formuliert das als eigene Anforderung: Sicherungskopien anlegen und diese Backups regelmäßig testen. Der Test ist der Teil, der übersprungen wird.

Zweitens: das Update, das etwas kaputt macht. Wer alle Aktualisierungen auf einmal einspielt und danach nicht nachsieht, merkt einen Fehler erst, wenn ein Kunde anruft. Einzeln einspielen, danach Startseite, eine Unterseite und das Formular ansehen: Das kostet zehn Minuten mehr und spart den Ernstfall.

Drittens: die Erweiterung, die niemand mehr pflegt. Sucuri hat für den Jahresbericht 2023 die Daten von 39.594 bereinigten Websites ausgewertet. Bei 39,1 Prozent der infizierten Systeme war das Content-Management-System zum Infektionszeitpunkt veraltet, bei 13,97 Prozent lag mindestens eine verwundbare Erweiterung oder Vorlage vor, und bei 49,21 Prozent fand sich mindestens eine Hintertür. Der Umkehrschluss ist wichtig: Aktuell zu sein schützt nicht allein. Aber veraltet zu sein ist der am leichtesten vermeidbare Teil des Risikos.

Eine gehackte Seite ist selten sofort sichtbar. Der typische Verlauf ist: fremde Inhalte werden versteckt eingebaut, die Suchmaschine bemerkt es vor Ihnen, und die Seite verliert Sichtbarkeit. Google zeigt Verdachtsfälle im Sicherheitsproblem-Bericht der Search Console an. Wer dort nie hineinsieht, erfährt es zuletzt.

Unklar, was an Ihrer Website gerade ansteht?

Schicken Sie mir die Adresse Ihrer Website. Ich sehe mir an, was technisch offen ist, sage Ihnen, welche Punkte Sie selbst erledigen können, und welche sich wirklich lohnen abzugeben. Kostenlos und ohne Vertragsgespräch im Anschluss.

Website prüfen lassen

Wann Selbermachen tatsächlich reicht

Es gibt Fälle, in denen ein Wartungsvertrag herausgeworfenes Geld wäre. Diese vier Bedingungen sollten dafür zusammenkommen.

  • Die Seite ist technisch einfach. Wenige Unterseiten, ein Kontaktformular, kein Shop, keine Buchung, keine Kundenanmeldung. Je weniger bewegliche Teile, desto weniger kann brechen.
  • Sie liegt auf einer verwalteten Plattform. Wer einen Baukasten nutzt, bei dem der Anbieter System und Sicherheit selbst aktualisiert, hat einen großen Teil der Liste oben bereits abgegeben, ohne es Wartung zu nennen.
  • Es gibt eine Person mit Zugang und Termin. Nicht nur jemanden, der es könnte. Jemanden, bei dem es im Kalender steht.
  • Ein Ausfall tut nicht weh. Kommen die Anfragen überwiegend telefonisch oder über Empfehlungen, ist ein zweitägiger Ausfall ein Ärgernis und kein Schaden.

Trifft eine dieser vier Bedingungen nicht zu, wird die Rechnung schnell unangenehm. Ein einziger Ernstfall, bei dem eine gehackte oder zerschossene Seite wiederhergestellt werden muss, kostet in der Regel mehr als ein Jahr laufender Betreuung. Eine ausführliche Kostenaufstellung dazu steht im Beitrag über Kosten und Nutzen der Website-Wartung.

Zwei Personen gehen am Tisch ein Vertragsdokument durch, eine von ihnen unterschreibt
Beim Vertrag entscheidet der Umfang über den Nutzen, nicht der Preis. Foto: Kampus Production / Pexels

Selbst machen oder abgeben: die Gegenüberstellung

Dieselben sieben Aufgaben, zwei Wege. Die Tabelle vergleicht, was sich tatsächlich unterscheidet, und lässt die Werbeargumente weg.

KriteriumSelbst machenBetreuen lassen
Zeit pro Monat1,5 bis 2,5 Stunden, plus Ernstfall0 bis 15 Minuten für Rückfragen
Kostenkeine direkten, dafür Ihre Arbeitszeitmonatlicher Fixbetrag
Reaktion bei Störungabhängig davon, wann Sie es bemerkenvereinbarte Reaktionszeit
Backup-Testwird erfahrungsgemäß selten gemachtgehört zum vereinbarten Umfang
Wissen bleibtim Betriebbeim Dienstleister, mit Dokumentationspflicht
Risiko bei Urlaub und Krankheitniemand übernimmtläuft weiter
Inhaltliche Änderungensofort, wenn Sie es könnennach Absprache, je nach Paketumfang

Die Zeile, die in Gesprächen am häufigsten den Ausschlag gibt, ist die vorletzte. Die meisten Betriebe kommen mit der monatlichen Routine gut zurecht. Sie kommen nicht damit zurecht, dass genau in der Woche, in der die Seite hängt, jemand krank ist und der Chef auf einer Baustelle steht.

Die Zwischenlösung, über die selten gesprochen wird

Wartung ist keine Ja-Nein-Entscheidung. Die Aufteilung, die in der Praxis am besten funktioniert, verläuft nicht zwischen den Aufgaben, sondern zwischen Technik und Inhalt.

Beim Betrieb bleibt der Inhalt. Öffnungszeiten, Preise auf der Leistungsseite, neue Mitarbeiter, ein aktuelles Projektfoto. Das weiß niemand besser als Sie, und es läuft schneller, wenn Sie es selbst eintragen. Voraussetzung ist eine Seite, in der man ohne Fachwissen Text ändern kann.

Nach außen geht die Technik. Updates, Backups samt Test, Zertifikate, Domainverlängerung, Sicherheitsmeldungen, Ladezeit. Das sind die Punkte, bei denen ein Fehler teuer wird und bei denen Routine mehr wert ist als Motivation.

Bei Burmeister Webdesign ist genau das der Zuschnitt der laufenden Website-Betreuung: Der technische Teil läuft verlässlich im Hintergrund, inhaltliche Änderungen sind im vereinbarten Umfang enthalten. Wer die Website ohnehin neu aufsetzen lässt, bekommt beides im Website-Abo zusammen, ab 99 EUR pro Monat für das Basis-Paket. Das ist kein reiner Wartungsvertrag, sondern enthält die Website selbst, Hosting, Updates, Backups, Betreuung und ein bis zwei kleine Inhaltsänderungen pro Monat. Es ist monatlich kündbar, ohne Setup-Gebühr und ohne Mindestlaufzeit. Leistungen rund um das Google-Unternehmensprofil sind ausdrücklich nicht enthalten und werden getrennt vereinbart.

Was Sie vor einem Vertrag klären sollten

Wenn Sie abgeben, entscheidet der Vertrag über den Nutzen, nicht der Preis. Vier Punkte werden regelmäßig übersehen.

  • Reaktionszeit und Servicefenster. Eine Reaktionszeit ohne Zeitfenster ist wertlos. Fragen Sie konkret: Bis wann bekomme ich am Freitagnachmittag eine Rückmeldung?
  • Ist der Backup-Test enthalten? Sicherung anlegen steht in fast jedem Angebot. Wiederherstellung einmal ausprobieren steht selten drin.
  • Was zählt als Inhaltsänderung? Eine neue Telefonnummer ist eine Kleinigkeit. Eine neue Unterseite ist es nicht. Diese Grenze gehört vor der Unterschrift benannt, nicht danach.
  • Wem gehören Zugänge und Daten beim Ende? Der wichtigste Punkt, und der am seltensten gestellte. Ohne klare Regelung sitzen Sie bei einem Wechsel genau in der Lage, aus der Sie heraus wollten.

Welche Leistungsblöcke ein belastbarer Vertrag enthält und woran Sie eine schwammige Formulierung erkennen, steht ausführlich im Beitrag zum Inhalt eines Wartungsvertrags.

Der Selbstcheck in fünf Minuten

Sechs Fragen, ehrlich beantwortet. Sie brauchen dafür keinen Zugang und kein Fachwissen.

  1. Wann wurde zuletzt ein Update eingespielt? Wenn Sie es nicht wissen, ist die Antwort meistens: zu lange her.
  2. Wo liegt das letzte Backup, und hat es schon einmal jemand zurückgespielt?
  3. Schicken Sie sich selbst eine Testanfrage über das Kontaktformular. Kommt sie an, und in welchem Postfach?
  4. Wann läuft die Domain aus, und auf welche Mailadresse geht die Erinnerung?
  5. Öffnen Sie die Startseite auf dem Handy. Stimmen Telefonnummer, Öffnungszeiten und Preise noch?
  6. Wer hat Zugang zum Hosting, und erreichen Sie diese Person heute?

Zwei oder mehr offene Punkte sind kein Notfall. Sie sind das übliche Bild und der Grund, warum diese Entscheidung überhaupt ansteht.

Fazit: Die Entscheidung hängt am Kalender, nicht am Können

Ob Sie die Website Wartung selbst oder betreuen lassen, entscheidet sich an einer unspektakulären Stelle: Steht die Routine bei jemandem im Kalender, und merkt diese Person es, wenn etwas nicht mehr funktioniert? Wer das bejahen kann, spart sich den Vertrag mit gutem Gewissen.

Bei allen anderen ist der Rechenfehler nicht die monatliche Rate. Es ist die Annahme, dass die zwei Stunden im Monat schon irgendwie nebenher passieren. Nach meiner Erfahrung aus Kundenprojekten passieren sie in den ersten drei Monaten, danach in unregelmäßigen Abständen, und nach einem Jahr gar nicht mehr. Bemerkt wird das im Schnitt erst, wenn etwas ausfällt.

Machen Sie den Selbstcheck oben. Wenn dabei mehr als zwei Punkte offen bleiben und Sie die Sache sortiert haben möchten, schicken Sie mir über das Kontaktformular kurz die Adresse Ihrer Website. Ich sehe mir an, was tatsächlich ansteht, und sage Ihnen, welche Punkte Sie problemlos selbst erledigen können. Das ist kostenlos und endet nicht automatisch bei einem Vertrag.

Photos provided by Pexels · Foto: Ivan S / Pexels (Pexels License) · Foto: RDNE Stock project / Pexels (Pexels License) · Foto: Kampus Production / Pexels (Pexels License)

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Wie viel Zeit kostet Website-Pflege im Monat wirklich?
Für eine Firmenwebsite mit fünf bis zehn Seiten sind 1,5 bis 2,5 Stunden monatlich realistisch: Updates, Backup, Formulartest und ein Blick auf Sicherheitsmeldungen. Der Aufwand ist gering, das Problem ist die Regelmäßigkeit. Ohne festen Termin im Kalender findet Wartung erfahrungsgemäß nicht statt.
Kann ich die Website Wartung selbst oder betreuen lassen, wenn ich kein Technikwissen habe?
Selbst machen ist realistisch, wenn die Seite einfach ist, auf einer verwalteten Plattform liegt, jemand mit Zugang einen festen Termin hat und ein Ausfall verkraftbar ist. Fehlt eine dieser vier Bedingungen, ist Abgeben meist die günstigere Rechnung, unabhängig vom Technikwissen.
Was passiert, wenn Updates gar nicht gemacht werden?
Das Risiko steigt schleichend. Sucuri fand für 2023 bei 39,1 Prozent der infizierten Systeme ein veraltetes Content-Management-System und bei 13,97 Prozent eine verwundbare Erweiterung. Aktuell zu sein schützt nicht allein, veraltet zu sein ist aber der am leichtesten vermeidbare Teil des Risikos.
Reicht das automatische Backup meines Hosters?
Nur wenn es getestet ist. Das BSI verlangt ausdrücklich, Sicherungskopien anzulegen und regelmäßig zu testen. Spielen Sie einmal im halben Jahr eine Sicherung zurück, am besten auf eine Testumgebung. Ein Backup, aus dem noch nie jemand eine Seite hergestellt hat, ist eine Annahme.
Kann ich Inhalte selbst ändern und nur die Technik abgeben?
Ja, und das ist die Aufteilung, die praktisch am besten funktioniert. Öffnungszeiten, Preise und neue Fotos pflegen Sie selbst, weil es schneller geht. Updates, Backups samt Test, Zertifikate und Sicherheitsmeldungen laufen extern, weil dort Routine mehr wert ist als Motivation.
Kostenloses Erstgespräch

Unklar, was an Ihrer Website gerade ansteht?

Schicken Sie mir die Adresse Ihrer Website. Ich sehe mir an, was technisch offen ist, sage Ihnen, welche Punkte Sie selbst erledigen können, und welche sich wirklich lohnen abzugeben. Kostenlos und ohne Vertragsgespräch im Anschluss.